Entspann dich!

In drei Schritten raus aus der Stressfalle

Tipps für entspannte Wintertage – wie du dem Stress ein Schnippchen schlägst

2018 begann bei mir wie ein Formel 1 – Rennen.  Die Wochenenden zu Beginn des neuen Jahres waren nur zur schnellen und kurzfristigen Regeneration zu gebrauchen. Lust auf aktive Wochenenden? Energie, um ein paar DIY`s auszuprobieren? Womöglich in den Hype um Ausmisten, Keller aufräumen, Wände malern einstimmen? Fehlanzeige! Du kennst solche Stress-Phasen auch, in denen du nicht weißt, wo dir der Kopf steht? Schon montags sehnst du das nächste Wochenende herbei? Freitagabend fühlt sich an, als hätte einer den Stöpsel gezogen und die Luft rausgelassen? Samstag und Sonntag verbringst du bei Netflix und Tiefkühlpizza? Dann wird es Zeit aus dem Stresskarussell auszusteigen. Diese drei kleinen Schritte helfen dir dabei!
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Tipp Nr. 1 – Gewinne Klarheit!
DIE LISTE

Stress ist ja sehr oft nur das Ergebnis unserer Gedanken. Wir haben tausend kleine Dinge im Kopf und die großen sowieso. Da hilft nur eisenhartes Selektieren. Wenn ich Stress habe, gehe ich meist wie folgt vor:

Du brauchst zehn Minuten Zeit, vorzugsweise am Sonntagabend, ein Textmarker, dein(en) Notizbuch/Kalender und einen Zettel.
1. Schreibe alles auf den Zettel, was du meinst in der kommenden Woche erledigen zu müssen/zu wollen.
2. Markiere farbig, was zwingend in der kommenden Woche abgehakt sein muss.
3. Setze hinter alles, was nicht zwingend diese Woche erfolgen muss, aber dir trotzdem wichtig ist, ein Kreuz.
4. Streiche alles, was noch übrig ist, durch. – Im Moment völlig unwichtig.

In deinen Kalender kommt nun nur das, was diese Woche unbedingt getan werden MUSS. Überlege, was davon du eventuell delegieren kannst. Delegiere es!
Im Regelfall unterscheidet sich DIE LISTE, die jetzt in deinem Notizbuch steht, erheblich in der Länge von der Liste auf dem Zettel. Plötzlich siehst du: Okay, ist machbar.

Der Zettel kann jetzt an die Pinnwand oder in die Ablage. Falls du mal Langeweile hast und voller Tatendrang bist, such dir einen Zettel raus und du hast freie Wahl, ob du dann das Bücherregal aufräumen oder die Sofakissen waschen willst.
Du bist ein Adrenalinjunkie? Dann wirf den Zettel in den Müll und verstopf dir nicht die
Pinnwand damit. Der Blutdruck wird nur kurz steigen. Versprochen.
Wenn du es schaffst, dich in stressigen Zeiten auf das Wesentliche zu beschränken und einen Rhythmus zu finden, der dir auch kleine Auszeiten ermöglicht, entsteht Klarheit. Du weißt, was muss. Du weißt, was verschoben werden kann, aber es macht dich nicht ständig verrückt.

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Angelika Rohwetter, Psychologin und Autorin mehrerer Bücher, sagt:

„Wir sind, was wir tun und was wir denken.“

Gewinne Klarheit und bündle deine Energie

Zerfransen wir uns also ständig in tausend kleine Kleinigkeiten, springen von einem Punkt zum anderen auf der to-do-Liste oder lassen zu, dass die Gedanken Gehirnfasching feiern, dann werden wir genau diese Fahrigkeit alsbald ausstrahlen und leben. Wir werden uns gehetzt und unausgeglichen fühlen und dennoch nie an dem Punkt ankommen, wo wir zufrieden und im Einklang mit der Welt sind. Egal, ob wir gerade mitten im größten Stress stecken oder eben ein paar kostbare Stunden geschenkt bekommen, in denen wir uns entscheiden müssen, wie wir sie verbringen wollen.

Mit Hilfe DER LISTE konnte ich mir selbst im stressigen Januar an den Wochenenden zumindest immer ein paar Stunden mit mir allein freihalten zum Lesen, Schlafen oder in die Luft gucken. Denn, wann immer es uns möglich ist, sollten wir Zeiten einplanen, in denen wir mit uns alleine sind. Zeit uns selbst etwas Gutes zu tun, zum Vertrödeln und Bummeln. Dann nämlich verarbeiten wir Erlebtes und schaffen in unserem Kopf Raum für Neues. Kreative Energie entwickelt sich genau so. Deshalb ist es so wichtig, sich auch mal zu langweilen.

Verwöhnender als der verwöhnendste Umgang ist die Einsamkeit.                 Marie von Ebner Eschenbach –

Entspann dich! Zur Ruhe kommen mit Handlettering www.villa-wohnsinn.de Herbstzeit ist Zeit zur Ruhe zu kommen. Hier gibts einen feinen Buchtipp. Wer das Handlettering schon immermal probieren wollte, aber nicht genau weiß, wie man am besten loslegen soll, findet hier Inspiration. #handlettering #frechverlag

Von Zeit zu Zeit kommts auch mal richtig dicke.  Dann sollten wir das innere Notstromaggregat anwerfen und uns klar machen: Es geht vorüber! Es kommen schon bald wieder entspanntere Zeiten. Und um gut durch diese Phasen zu kommen, hilft dir dieser Tipp womöglich weiter:

Tipp Nr. 2 – Beschränke dich!
Wenn der Stress und die Verpflichtungen überhand nehmen, konzentriere dich auf das Wesentliche!

Und zwar BEVOR der Akku bei 0% steht. Du spürst, wenn sich die Situation zuspitzt. Termine stehen an, der Abfluss ist verstopft, der Arbeitstag wird Stück für Stück länger, weil noch ein Meeting draufgepackt wurde, dann wird dein Kind krank und dir selber ist auch schon ganz schlecht.
Es ist Zeit, sich auf das Wesentliche zu beschränken! Was ist das Wesentliche in solchen Zeiten? Hier meine Tadaa-Liste – erfolgreich gestestet am lebenden Objekt.

1.  Schlafe ausreichend!
2. Trinke genug Wasser!
3. Gehe an die frische Luft!
4. Sei vorbereitet!

Übrigens ist dieser Vier-Punkte-Plan auch außerhalb der ganz verrückten Zeiten ein guter Plan. An den Spiegel gepinnt macht er dir täglich klar, was die Basics sind für ein gutes Leben, in dem die Gelassenheit und nicht der Stress regiert. Minimalismus to go sozusagen.

Wie die vier Schritte im Einzelnen genau für dich aussehen, entscheidest du! Mach es passend für DICH! Das mit der frischen Luft ist bei mir nicht täglich drin, aber am Wochenende auf jeden Fall. Und wenn es nur eine halbe Stunde ist. Zwei Liter Wasser am Tag sollten es schon sein? – Ich bin froh, wenn ich einen schaffe. Ist in Ordnung, weil besser, als abends zu merken: Ich habe heute noch nichts getrunken außer Kaffee.

Das Leben ist ein Strategiespiel – du gewinnst

Wenn du diese (oder deine eigene) kurze Liste fürs Wesentliche regelmäßig beachtest, stellt sich ein Gefühl der Selbstwirksamkeit ein. Das funktioniert so ähnlich wie das Leckerli beim Hund: Gut gemacht – Belohnung. Für dich in dem Falle nicht Leckerli, sondern das Gefühl: Ich kann in Stress-Phasen selbst dafür sorgen, dass ich da gut durchkomme. Ich habe Strategien, wie ich gut auf mich achte und so entspannt und gelassen bleibe, wie es eben gerade möglich ist.
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Meist habe ich ja zusätzlich zu meinen täglichen Pflichten noch viele Ideen im Kopf, was ich ganz gerne AUCH tun würde:  Diesen fabelhaften Schokokuchen fürs Wochenende backen, den Flur malern, Schuhe kaufen.
Dadurch wird nun die Herausforderung, im Selbstoptimierungswahnsinn gelassen zu bleiben, nicht gerade geringer. Stehst du auch öfter mal im Konflikt mit dir selbst, weil du gern würdest, aber ja erst noch musst? Weil ein Tag eben nun mal nur ein Tag ist?

Tipp Nr. 3 – Mach mal langsam!
Raus aus dem ständigen Drive

Du hast alle Punkte auf DER LISTE diese Woche abhaken können? Gratuliere! Du hast nicht alles geschafft? Die Welt dreht sich trotzdem noch? Dann gehe zurück zu Schritt Nr. 2 und kläre diese Woche noch etwas genauer: Was MUSS wirklich?
Wie kommst du nun am Wochenende oder an einem freien Nachmittag aus dem Alltags-Drive raus?

Ich mache es so: Indem ich genau dann so viel wie möglich bewusst sehr langsam tue und im Kopf nicht schon drei Schritte voraus eile.
Und wenn ich das Gefühl habe, es sei genug, dann IST es genug. Ich koche mir einen Tee und setze mich hin zum Zeitunglesen oder worauf ich sonst Lust habe. Im Job geht das natürlich nicht, meist habe ich in der Schule nicht mal genug Zeit in Ruhe zu frühstücken. Zeitung habe ich da noch nie gelesen. (*Seltsam!*) Dennoch lasse ich mich nicht mehr so oft von der gnadenlosen Stundenklingel durch den Tag hetzen.

Langsames tiefes Ein- und Ausatmen ist hilfreich. Immer! Nicht nur am Wochenende.
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Was dann passiert?

Dann kann ich förmlich spüren, wie sich in mir etwas entspannt. Alles Getue und Gemache relativiert sich plötzlich. Was MUSS ich eigentlich wirklich? Genau genommen: Einatmen, Ausatmen.  Schon nach wenigen Augenblicken frag ich mich, wozu die Eile und die Unruhe? Davon läufts ja nun gerade mal NICHT besser. Also: Schluss damit! Ich bin für mehr Genuss im Alltag! Wer noch?

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Gelassenheit ist bei mir weder ein Dauerzustand noch angeboren und auch bei mir läufts nicht immer rund. Insbesondere als die Kinder noch klein waren, sah es oft auch ganz anders aus. Mit Ein- und Ausatmen war es nicht getan. Aber genau in dieser Zeit habe ich begonnen, so oft es ging, entspannt und gelassen zu bleiben. Ergebnis: So richtig aus der Ruhe bringt mich inzwischen schon vieles nicht mehr. Ok, Schokolade sollte im Haus sein. Kuchen geht auch.

Aber sind nicht eigentlich die Umstände schuld an ständiger Rastlosigkeit und Unzufriedenheit?

Zufriedenheit und innere Ausgeglichenheit sind tiefe Gefühle, die unser ganzes Wesen erfassen. Sie können nur aus uns selbst heraus erwachsen. Kein Anderer kann das in uns hervorrufen, auch wenn wir die Umstände unserer Unzufriedenheit und Rastlosigkeit gern im Außen suchen. Bei den Kollegen, dem Partner, den Kindern oder dem Chef, die uns Unrecht tun. Um das immer wieder aufs Neue erkennen zu können, tun wir gut daran für uns selbst zu sorgen und zwischen den einzelnen Tagesordnungspunkten ein bisschen Luft zu lassen.
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Ich habe früher oft versucht, so viel wie möglich in solche Tage zu packen, die ohnehin schon einige Termine mehr drinstehen hatten. Dann habe ich mir die Lücken noch gut durchorganisiert, so dass ich dafür an einem anderen Tag komplett freie Bahn hatte. Ergebnis: Völlige Erschöpfung und den erhofften „freien“ Tag oder Nachmittag habe ich häufig mit Kopfschmerzen auf dem Sofa verbracht. Prädikat: Nicht empfehlenswert!

Seit einiger Zeit mache ich es anders: Ich plane Pausen an ohnehin schon vollen Tagen bewusst ein. Ich verausgabe mich nicht zu 100 %, weil dann danach auch die „Wiederherstellungsphase“ nicht so lange dauert und ich freier bin in meinen Entscheidungen, wie ich kleine und größere Freiräume nutzen will. Ich bleibe damit gelassener, gehe entspannter an meine Aufgaben und zufriedener in den Abend. Und habe dann manchmal sogar noch Lust auf etwas Kreatives: ein leckeres Abendessen kochen oder zum Beispiel das hier:

Buchvorstellung: Handlettering Übungsheft – Schöne Buchstaben kann jeder

Passend zum heutigen Thema war das Handlettering-Übungsheft, welches mir die geschenkte Tochter und der nicht minder liebenswerte Freund im Sommer zum Geburtstag mitbrachten, eine richtig gute Idee! Entspann dich! Zur Ruhe kommen mit Handlettering www.villa-wohnsinn.de Hier findest du Inspiration für die ersten Schritte beim Handlettering. Eine Anleitung von A - Z gibts im Übungsheft vom frechverlag, welches ich hier auf meinem blog vorstelle. Dazu einige Gedanken, wie du es schaffst, dir deine eigenen Bedürfnisse nach Stille und Rückzug bewusst zu machen. #handlettering #stillegenießenWarum? Weil man sich auf diese eine Sache – nämlich den Stift zu führen konzentriert und dabei ganz entspannt und fast von alleine in einen Flow gerät. Ich habe in unserem Herbsturlaub angefangen, einige Zeilen im Heft zu füllen und es fiel mir anfangs unfassbar schwer, meine Gedanken NICHT abschweifen zu lassen („Ich könnte mir erstmal einen Tee kochen. Oh hatte ich mir nicht vorhin diesen Zeitungsartikel rausgelegt? Den wollte ich doch lesen. Ich müsste noch das Abendessen vorbereiten. Ist eigentlich noch Schokolade da?“ ) Entspann dich! Zur Ruhe kommen mit Handlettering www.villa-wohnsinn.de Eine Buchbesprechung zum Übungsheft Handlettering aus dem frech-Verlag und Inspiration, wie du den Herbst nutzt, um dich ohne schlechtes Gewissen immer mal wieder zurückzuziehen. Ab sofort auf dem blog bei villa-wohnsinn. #villawohnsinn #herbst #handlettering

Gerade jetzt im Winter kann man es sich drin wunderbar gemütlich machen und zum Beispiel beim Malen, Basteln oder Schreiben entspannen. Für das Handlettering brauchst du noch nicht einmal spezielles Schreibwerkzeug, denn eigentlich genügt ein spitzer Bleistift. Stifte mit weicher Pinselspitze, sogenannte Brushpens oder auch Fineliner sind natürlich hilfreich und es macht Spaß mit ihnen zu arbeiten. Im Übungsheft wird auch dazu einiges erklärt.

Die Übungen beginnen simpel und das Niveau steigert sich Seite für Seite – für Anfänger perfekt. Viele weiterführende Gestaltungsideen und Informationen rund um die Schriftarten ergänzen das Heft und machen es zu einem Begleiter über viele Wochen.

Entspannt leben heißt manchmal auch: Verzichten

Also immer dran denken: Wenn der Wald zu dicht ist, können die Bäume nicht wachsen. Innere Ruhe, ein entspanntes Lebensgefühl inmitten des größten Chaos, eben Zufriedenheit mit sich und dem Leben entstehen aus den Lücken, aus der Leere heraus. Wenn man sich selbst und die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen kann. Deshalb sind Klarheit, Reduktion auf das Wesentliche und hin und wieder auch die (selbstgewählte) Einsamkeit das Verwöhnendste, was man sich selbst schenken kann. Nicht nur in Stresszeiten. Habt einen schönen Februar!

Entspannte Grüße

Bettina

 

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2 Kommentare

  1. Hallo Bettina,

    herzlichen Dankfür den Post kommt gerade richtig siehe auch mein Post bei Martina – eigentlich weiß ich es ja aber die Umstände in den letzten Monaten und Wochen und Tagen…. ich sitze gerade entspannt mit einer Tasse Cappucino und lese deinen Post und werde dann mal mit der Liste anfangen.
    LG
    Ursula

    • Bettina

      Liebe Ursula,
      das ist so schön,dass du hergefunden hast.Ich habe gestern die ganze Zeit beim Lesen der vielen Kommentare und deiner Schilderungen gedacht: Da passt doch mein Beitrag gerade wie die Faust aufs Auge. ;-)) Ich wünsche dir viel Kraft und verliere nie den Mut! Es gibt immer mehrere Wege, solche Situationen in den Griff zu bekommen.

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