Zwei Geheimtipps für Ausflüge in den wilden Osten

Verreist ihr gern? Macht ihr gerne mal eine Wochenendtour? Dann habe ich hier zwei schöne Empfehlungen in Sachsen für euch.
Dresden ist ja an sich schon eine Reise wert mit seinen vielen barocken Prachtbauten  und den zahlreichen Museen. Drumherum gibt es aber auch jede Menge zu entdecken. Zum Beispiel den Barockgarten Großsedlitz, etwa 20 km und 25 Autominuten südlich der Landeshauptstadt.

Großsedlitz
Er wird auch das „Sächsische Versailles“ genannt und als wir dort waren, bot der Park vollkommene Ruhe und nur ganz wenige Besucher waren da. Das lag zum Einen am durchwachsenen Wetter, zum anderen an der frühen Tageszeit. Es lohnt sich, morgens gegen 10 Uhr anzureisen.

Der Garten gehört zu den bedeutenden Barockgärten des 18. Jahrhunderts in Deutschland und wirkt im Gegensatz zu Versailles zierlich und kleinteilig, bietet aber wunderschöne Blickachsen durch die terrassierte Anlage.
Barockgärten in Sachsen
Parklandschaft

Sandsteinbank

Brunnen Großsedlitz

Ein weiterer heißer (Geheim-)Tipp für den bevorstehenden Sommer: das Lausitzer Seenland. Durch die Flutung früherer Tagebaue entsteht zwischen Berlin und Dresden eine riesige Wasserwelt mit mehr als 20 künstlichen Seen. In wenigen Jahren werden zehn Seen durch schiffbare Kanäle miteinander verbunden sein. Schon jetzt bietet die Region jede Menge Möglichkeiten zur aktiven Erholung. Auch kulturell hat sie einiges vorzuweisen. Der Findlingspark Nochten, die mittelalterlich nachempfundene Jakubzburg Mortka und das Schloss Spremberg sind nur drei der lohnenswerten Ausflugsziele.
Unterwegs imMotorboot

Wir haben uns am Senftenberger Stadthafen für einen Tag ein kleines Motorboot gemietet und sind mit einem Picknickkorb voller feiner Sachen bei schönstem Wetter über die Koschener Schleuse zum Geierswalder See geschippert.

Motorboot in Senftenberg mieten

In der Sonne auf dem Bootsdeck liegen, ein paar Snacks dabei haben und in den Himmel schauen – göttlich.

Für Boote unter 15 PS benötigt man keinen Führerschein, was die Sache einfach macht. Vor allem für die Jungs war das ein Funpaket vom Feinsten.

Wer sich noch weiter in den wilden Osten wagt, nahe der polnischen Grenze liegen die herrlichen Landschaftsparks Bad Muskau und Branitz. Wir waren im Muskauer Park und sind zwei Tage durch die riesige Anlage gewandert, 830 ha groß, die im 19. Jahrhundert von Fürst Pückler entworfen und gestaltet wurde. Auch Fahrräder gibt es auszuleihen. Wer lieber auf dem Wasser unterwegs ist, kann ein Boot mieten und stundenlang mitten durch den Park auf der Neiße paddeln. Rückholservice inclusive.

In der wieder eröffneten Schlossgärtnerei kann man die Neubelebung einer Pücklerschen Tradition bewundern: Die Ananaszucht. Hier wachsen tatsächlich Ananaspflanzen bis zur Reife der Früchte. Im Cafè Vorwerg lässt es sich herrlich in der Sonne sitzen, Leute gucken und Cappuccino schlürfen. Alternativ schmeckt natürlich auch ein Picknick auf der Wiese im Park.

Olle Pückler war übrigens nicht nur Landschaftsgärtner, sondern auch ein durchaus begnadeter Schriftsteller und ein Lebemann. Derzeit erlebt er gerade ein Revival und es sind einige Bücher über  ihn im Handel zu finden, teilweise schon vor Jahren erschienen, aber erst jetzt (wieder) entdeckt. Ich habe mir im Lädchen im Muskauer Park „Der grüne Fürst – Das abenteuerliche Leben des Hermann Pückler-Muskau“ von Heinz Ohff gekauft, ein eher biografisch angelegtes und amüsant zu lesendes Buch. In einem Roman nähert sich Ralf Günther dem Allroundtalent der Romantik: „Der Garten-Künstler. Ein Fürst-Pückler-Roman“. Auch die Folge aus der Terra-X-Reihe über ihn mit dem etwas reißerischen, aber, wie man vermuten darf, durchaus treffenden Titel „Fürst Pückler – Playboy, Pascha, Visionär“ ist sehenswert.
Schlosspark Bad Muskau

Übernachten kann man gut in einem der Hotels in Bad Muskau direkt. Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, findet etwas weiter südlich den Reisemobilpark Oberlausitz am Erlichthof Rietschen, einem wunderschönen Ensemble traditioneller Lausitzer Schrotholzhäuser. Der Womo-Park wurde erst vor Kurzem eröffnet und liegt mitten in der Natur des größten zusammenhängenden Teichgebietes Deutschlands.
Wohnmobilplatz Rietschen

neuer Reisemobilhafen Oberlausitzmobil

Interessant macht die Region außerdem, dass es im Jahr 2000 erstmals seit ca. 150 Jahren einem aus Polen zugewanderten Wolfspaar gelang, hier in der Oberlausitz wieder Welpen in Deutschland aufzuziehen. Inzwischen gilt das Gebiet um Rietschen als „Wolfsregion“ und im Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ kann man viel Wissenswertes über das Tier, das nur im Märchen „böse“ ist, erfahren.

Ich bin inzwischen ein echter Fan dieser Region und in wenigen Jahren steppt hier mit Sicherheit der Bär. Wer es also eher ruhiger und ursprünglicher mag, sollte jetzt die Gelegenheit nutzen.
Jetzt bin ich gespannt, wer den einen oder anderen Tipp nutzen wird und berichtet doch mal! Oder kennt ihr die Region schon und habt weitere Empfehlungen? Hinterlasst gerne einen Kommentar!

Entspannte Grüße

Bettina

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