Von Hamsterrädern und Hintertürchen

Katze auf der ParkbankZähne putzen mit links, einen anderen Weg zur Arbeit nehmen, in der Mittagspause rausgehen und ein paar Seiten in einem Buch lesen… Dinge einfach mal anders zu machen als üblich, soll ja sehr inspirierend sein. Steckt nicht jeder auf die eine oder andere Weise in seinen Alltagsroutinen fest? Mehr noch, wir werden nervös, wenn irgendwas nicht nach Plan läuft. Es gibt uns ein Gefühl der Sicherheit, wenn wir täglich über die Autobahnen des Lebens rasen, die wir in- und auswendig kennen. Einfach mal einen eigenen, einen neuen Trampelpfad anlegen? Quer durchs hohe Gras oder durchs Unterholz, um uns dann überraschen zu lassen, was am anderen Ende des Dickichts auf uns wartet? Meistens doch eher nicht. Obwohl es uns unglücklich und frustriert macht, sind uns diese routinierten Abläufe allemal lieber, weil sie uns auch Sicherheit geben. Unbekannte, neue Wege zu beschreiten kostet mehr Energie und kann zunächst erst einmal verunsichern. Doch jeder weiß aus eigener Erfahrung, dass es sich gut anfühlt und glücklich macht, neue Erfahrungen zu wagen,  das tägliche Hamsterrad zu verlassen. Im Urlaub fällt mir das meist auch gar nicht so schwer. Da kann ich morgens halb Sieben ohne weiteres aufs Fahrrad steigen und 20 km fahren, einfach so, aus purer Lebensfreude. Ich kann auch einfach einen Tag vertrödeln ohne schlechtes Gewissen.  Das dürfen wir. Das haben wir uns redlich verdient. Das ist gesellschaftlich akzeptiert.  – Aber das ganze Jahr rödeln, nur um dann im Sommer zwei Wochen so zu tun, als wären wir frei und könnten tun und lassen, was wir wollen, ist schon irgendwie paranoid, oder? Warum nicht gerade auch im Alltag etwas mehr Laissez-faire zulassen? Ein bisschen Mini-Rebellion gegen die routinierten Hamsterradumdrehungen?

Tasche und Schuhe am See

Ich bin mal mit gutem Beispiel voran gegangen und habe mir ein in letzter Zeit stillgelegtes Hintertürchen aus der Alltagshektik aufgemacht. Ich habe diese Woche spontan beschlossen, mit meinen Jungs einen Nachmittag am See zu verbringen. Da ich vormittags schon das Glück hatte, nicht zur Arbeit zu müssen, konnte ich ein paar Kleinigkeiten für ein Picknick vorbereiten und habe die Helden dann einfach ins Auto gepackt und wir sind losgefahren. Ich habe mich bewusst gegen die Schreibtischarbeit entschieden und mein Großer hatte Glück, dass die ersten Klausuren gerade hinter ihm lagen. Da unsere Wochentage normalerweise vollgepackt sind mit tausend kleinen und großen Pflichten, fühlte sich das geradezu revoluzzermäßig an.

Sommertag am See

Wir haben den wirklich allerletzten Tag mit hochsommerlichen Temperaturen genossen, in der Sonne gechillt, rumgeblödelt und lecker gegessen. Am Abend fuhren wir gut gelaunt nach Hause und keiner von uns hatte das Gefühl irgendetwas NICHT ERLEDIGT zu haben. Wir hatten einfach ein paar schöne gemeinsame Stunden verbracht und es fühlte sich großartig an.

Flammküchlein

FlammkuchenTomaten mit Gorgonzola dolciSkyr Dessert mit geröstetem SesamDie kleinen Snacks hatte ich übrigens aus einem Buch, welches ich HIER schon einmal kurz erwähnte und was sehr gut zum heutigen Thema passt. Wenn ihr auch jeden Tag überlegt, was ihr euch selbst oder euern Lieben in die Frühstücksdosen packen sollt oder wenn ihr ein paar tolle Anregungen für ein Herbst-Picknick  gut gebrauchen könnt, dann empfehle ich euch dieses Buch:

Cover Nimm`s mitÜbersichtlich eingeteilt in Salate, Suppen, süße Desserts, ja sogar komplette Gerichte mit Fleisch, gibt es jede Menge Ideen für Essen zum Mitnehmen. In Salatboxen, Brotbüchsen, Thermosflaschen und Auflaufformen to go verlasst ihr mit diesen Rezepten die ausgetretenen Pfade des Lunchbox-Einerleis und könnt ein wenig Abwechslung in den Büro- oder Schulalltag bringen. Die kleinen Flammkuchen und die Gorgonzola-Tomaten von unserem Seepicknick stammen aus diesem handlichen Bändchen aus dem Test-Verlag. Und das allerbeste daran: Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Exemplar zur Verfügung gestellt, welches ich heute verlosen möchte. Hinterlasst einfach einen Kommentar, vielleicht mit einer Idee, mit welchen Tricks ihr hin und wieder aus dem täglichen Hamsterrad aussteigt oder wie es euch gelingt, die Komfortzone der Alltags-Routine  zu verlassen. Bis zum Dienstag, den 20.09.2016, 22 Uhr habt ihr Zeit dafür. Ich freue mich auf eure Kommentare. Wer den Beitrag über Facebook teilt, hat doppelte Gewinnchance. Der Vollständigkeit halber: Ihr müsst mindestens 18 sein, es entscheidet das Los und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Im Lostopf ist das Buch „Nimm´s mit: Transportable Gerichte für Büro, Schule & Picknick von Rose Marie Donhauser aus dem Verlag der Stiftung Warentest.

Entspannte Grüße

Bettina

2 Kommentare

  1. Irene Dorschner

    Liebste Betty,

    dies ist ja mal wieder ein sehr gelungener Beitrag und so schöne Fotos all der Leckereien … Alltagsflucht … hmm, was ist alltäglich?!

    Ich denke, dass es schon hilft, das Alltägliche nicht alltäglich zu sehen! Jeden Moment als unwiederbringlich zu begreifen – Bewusstseinsbildung ist hier das Zauberwort.

    ich versuche bewusst zu leben und genießen -das klappt zwar mal mehr und mal weniger, aber ich kann mir nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben 😉

    …und deshalb wird Donnerstag auch gleich mal der Abend mit guten Freunden bei gutem Essen genossen!

    In diesem Sinne, auf den Moment!!!

    Mit Liebe,
    Irene

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